THERAPEUTISCHES REITEN IN BERLIN


Therapeutisches Reiten gibt Ihnen inneren Frieden, Sicherheit und Vertrauen, gerade in unruhigen Zeiten, in einer unruhigen Stadt wie Berlin. Vermittelt von den Pferden, mit denen ich eine einzigartige Form der Reittherapie in Berlin anbiete.

Rufen Sie jetzt an und erfahren Sie im persönlichen Gespräch mehr über meine spezielle Form der Reittherapie: Tel.0171-3882241 oder 030-4920 9962.

Bundesministerium für Verteidigung - Soldaten und Veteranenstiftung

Festakt in Berlin: Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ 2021 verliehen.

"Die Soldaten und Veteranen Stiftung SVS wurde in der Kategorie Vereine geehrt. Die Stiftung unterstützt aktive und ehemalige Soldaten und Soldatinnen in Notsituationen. ..."

Video: Mediathek BMfVG - 5. August 2021 (ab ca. 40% des Beitrags)

Beitrag: Festakt in Berlin: Preis „Bundeswehr und Gesellschaft“ 2021 verliehen

Reittherapie für die Soldaten und Veteranenstiftung (Christiane Schwagrzinna)

Reittherapie für die Soldaten und Veteranenstiftung (Christiane Schwagrzinna)

Reittherapeutin: "Ich kann ein Pferd nicht mit Gewalt von A nach B bringen"

Wer sein Pferd tritt oder schlägt, hat den Reitsport nicht verstanden, sagt die Reittherapeutin und Ex-Spitzensportlerin Christiane Schwagrzinna zum Skandal bei Olympia.

Interview: Alexander Krex

ZEIT ONLINE - 7. August 2021, 17:55 Uhr

Reittherapeutin Christiane Schwagrzinna

Reittherapeutin Christiane Schwagrzinna

Referenz:

"Auf diesem Weg möchten wir Ihnen im Namen der Deutschen Rentenversicherung Bund noch einmal für Ihre Teilnahme mit Ihren Pferden an unserem Inklusionstag danken. Ihre Kompetenz und die Umsetzung von Lösungsansätzen bei Fragestellungen im Führungsverhalten, wie effektives Konfliktmanagement oder „Burn out“, haben Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen gleichermaßen begeistert. Neugierde, die durch den Einsatz der Arbeit mit Pferden geweckt worden ist, wurde durch erkennendes Staunen ersetzt, wenn die gestellten Aufgaben mit den Pferden gelöst werden konnten. Entsprechend unserer Abfrage bei den Teilnehmer*innen am Inklusionstag haben Ihre Darstellungen zu knapp 98 Prozent Zustimmung erhalten, so dass wir gerne bestätigen, dass Ihre Teilnahme und die der Pferde ein voller Erfolg für uns, aber auch für Sie, war."

Mit freundlichen Grüßen

Petra Görner

Deutsche Rentenversicherung Bund

Inklusionstag

Inklusionstag

Inklusionstag

Natalie Tenberg - Erfahrungsbericht Besuch bei der Pferdefrau - Frühjahr 2021

Sassa kommt angetrabt und schnüffelt. Die Nase des Pferdes sucht die Tasche der frierenden Besucherin, die auf seiner Koppel steht, ab. Ob sich hier etwas finden lässt? Leider nicht. Aber die Nähe des warmen Pferdekopfes und die Ruhe des Tieres tun instinktiv gut.

Der 16 Jahre alte Araber, nicht allzu groß, gar nicht angsteinflößend, gehört zu Christiane Schwagrzinna. Sie arbeitet hier in Dallgow-Döberitz nahe Berlin als Pferdetherapeutin auf dem Gut Seeburg. Das heisst: nicht als Therapeutin für Pferde, sondern mit Pferden für Menschen. Neben Sassa gibt es noch fünf andere Tiere, mit deren Hilfe sich Schwagrzinna um Therapiebedürftige kümmert. Oft sind das Opfer sexueller Gewalt, Kinder mit Mutismus, mit Autismus oder Menschen mit Angststörungen und Depressionen. Sassa trägt über seinem hellem gefleckten Fell eine dicke Jacke. So wie er dort steht, entspannt und in sich ruhend, strahlt er eine natürliche Selbstsicherheit aus. Dieses Pferd denkt nicht viel nach, es sieht und bewertet in einem Rutsch. Herrscht Gefahr, oder eher nicht? Genau das hilft Klienten, ihre eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren. „Mit ihm hat alles angefangen“, sagt sie und streicht über seine Mähne. Vor mehr als zehn Jahren war sie gerade aus dem Leistungssport ausgeschieden, arbeitete als Rechtsanwältin und befand sich selbst auf der Suche. Zunächst wollte sie einfach nur Reiten, aber bald wuchs in ihr das Bedürfnis, mit Menschen und Tieren therapeutisch zu arbeiten. Deswegen hängte sie an ihr Jurastudium und an ihre Reitlehrerausbildung noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin in Psychotherapie an. Wie sie denn entscheidet, welches Pferd zu welcher Klientin gehört? „Das Tier sucht sich die Klienten aus, nicht umgekehrt“, sagt sie, so lautet der eiserne Grundsatz. Außerdem darf kein Tier zum Mitmachen gezwungen werden

….theoretischer teil...

Sassa jedoch wirkt so, als stehe er ganz vorne an, um etwas zu tun. „Pferde sind über Jahrtausende so gezüchtet, dass sie menschenbezogen sind“, erklärt Schwagrzinna. Aus ihrer Sicht eignet sich jedes Pferd zur Therapie. Ein Pferd ist einFlucht- und Herdentier. Um Missverständnissen vorzubeugen: Eine Therapiestunde ist keine Reitstunde. Hier geht es nicht um die perfekte Haltung im Sattel, sondern auch um das Streicheln, Erleben, das Fühlen. Wie verhalte ich mich, was davon spiegelt das Pferd in seinem Verhalten? Dadurch begreifen die Klienten sich selbst. Ein weiterer Nutzen der Therapie mit Pferd: Das Tier fordert Selbstbewusstsein, es möchte wissen, wo es lang geht. Genau dieser Aufforderungscharakter sorgt für eine positive Entwicklung beim Menschen. Die Pferdefrau berichtet, sie habe mit Kindern zusammengearbeitet, die verstummt waren und unter der Therapie angefangen haben, wie ein Wasserfall zu reden. Man sieht ihr an, wie das nicht nur dem Kind gut tat, sondern auch ihr.

Cavallo Oktober 2016 - "Das Pferd war meine Rettung"

Erfolgreiche Anwältin und Ruder-Weltmeisterin: Christiane Schwagrzinnas Leben sah von Außen blendend aus – doch die Doppelbelastung führte zum Burn-Out. Rettung brachte der Kauf eines Pferdes.

„Ich bin zwei Jahre lang am langen Zügel durch die Brandenburger Wälder geritten. Alle haben mich für unzurechnungsfähig erklärt. Befreundete Reiter fragten, ob es nicht langweilig sei. Frühere Arbeitskollegen fragten, ob ich nichts Besseres zu tun hätte. Auf alle Fragen habe ich geantwortet: 'Seid ihr verrückt?. Es ist das Beste, was mir seit langem passieren konnte.' Im Schritt reiten, entspannen, einatmen, ausatmen, an nichts denken, eins sein mit dem Pferd. Herrlich. Wahrscheinlich klingt das jetzt sehr romantisch. Um genau zu sein, war es aber eher eine Therapie für mich.

Denn ich hatte ein Burn-Out erlitten. Jahrelang war ich Teil der deutschen Rudernationalmannschaft. Daneben habe ich als Anwältin in einer Kanzlei gearbeitet. Diese Doppelbelastung war irgendwann zu viel für mich, es ging nichts mehr. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, hatte Schlafprobleme und bekam eine Essstörung. Entweder ich aß gar nichts oder zu viel. Ich lebte nur noch in Extremen. Ich habe daraufhin das Rudern an den Nagel gehängt, doch ich kam dann vom Regen in die Traufe. In der Kanzlei habe ich 16 Stunden und auch am Wochenende gearbeitet. Dadurch, dass der körperliche Ausgleich weg war, ging es mir nur noch schlechter. Ich wusste nicht mehr ein noch aus, doch irgendwann hatte ich so eine Art Eingebung. Das klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen esoterisch, aber ich hatte ein ganz tiefes Gefühl in mir, dass nur ein Pferd mich heilen könnte. Die Arbeit in der Kanzlei hatte mich nicht glücklich gemacht, die Erfolge mit der Nationalmannschaft ebenso wenig. Ich fragte mich: Was könnte dich durchs Leben tragen? Die einzige Antwort konnte sein: Ein Pferd. Auch im übertragenen Sinn.

Ich kündigte meinen Job und kaufte mir ein Pferd. Als Kind war ich geritten und diese Tiere hatten mich schon immer fasziniert. Als Sassano , ein Araber- Wallach, vor mir stand und mir gehörte, wusste ich: Ich war angekommen. Dieses Pferd würde mir helfen, durch die schlimmste Krise meines Lebens zu kommen. Und so war es auch. Ich genieße jede Minute, die ich mit Pferden verbringen kann. Für mich ist es sogar entspannend, Pferdeäpfel einzusammeln. Ja, erklären Sie mich ruhig für verrückt! Ich glaube fest daran, dass man sich um sich selbst kümmert, wenn man sich um ein Pferd kümmert. Die Zeit, die ich in mein Pferd investiere, ist Zeit für mich. Ja, dieses Pferd war meine Rettung.

Inzwischen habe ich mein ganzes Leben den Pferden gewidmet – und den Menschen, die in Krisen sind, genau wie ich damals. Nachdem ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht habe, habe ich mich als Reittherapeutin selbständig gemacht. Denn ich wollte das verbinden, was ich am besten kann: mit Pferden arbeiten und Menschen beraten. Meine eigene Geschichte hilft mir dabei, Menschen neue Wege aufzuzeigen und Perspektiven zu geben. Und zu zeigen, wie man im Hier und Jetzt lebt – und nicht daran zu denken, was man alles noch schaffen muss. Viele Menschen streben nur nach Erfolg und setzen sich ein Ziel nach dem anderen. Das kann nicht funktionieren. Für mich selbst setze ich mir übrigens auch bei meiner jetzigen Arbeit feste Arbeitszeiten, damit ich mich nicht überlaste. Pünktlich um 17 Uhr ist jeden Tag Schluss.“

CAVALLO Magazin (Motor Presse Stuttgart), Oktober 2016

Cavallo Magazin - " Sie mögen das Wort "Leistung" nicht, oder?"

Frau Schwagrzinna, Sie mögen das Wort "Leistung" nicht, oder?

Ach was, ich habe überhaupt nichts dagegen. Leistung gehört im Leben dazu, um sich weiterzuentwickeln. Aber wenn Leistung sich gegen die eigenen Bedürfnisse richtet und man langsam daran zerbricht – dann haben Sie Recht: Dann mag ich das Wort nicht.

Sie mussten jahrelang im Sport und im Beruf Leistung bringen. Eigentlich gibt Ihnen der Erfolg Recht.

Ja, von außen betrachtet.

Sie waren fast 16 Jahre Teil der deutschen Rudernationalmannschaft. Sie sind Weltmeisterin geworden, haben viermal die Europameisterschaft und unzählige Male die deutschen Meisterschaften gewonnen. Parallel dazu haben Sie als Anwältin erfolgreich in einer Kanzlei gearbeitet. Wann merkten Sie, dass Sie trotz Ihrer ganzen Erfolge nicht glücklich waren?

Es war ein schleichender Prozess. Doch irgendwann ging nichts mehr: Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, hatte Schlafprobleme und bekam eine Essstörung. Entweder ich aß gar nichts oder zu viel. Ich lebte in Extremen.

Sie haben mit dem Leistungssport aufgehört. Ging es Ihnen dadurch besser?

Es war eher so, dass ich vom Regen in die Traufe kam. In der Kanzlei habe ich 16 Stunden und auch am Wochenende gearbeitet. Dadurch, dass der körperliche Ausgleich weg war, ging es mir noch schlechter.

Sie haben die Reißleine gezogen und gekündigt, obwohl kein neuer Job in Sicht war. Ein ziemliches Risiko.

Stimmt, aber der Leidensdruck war einfach zu groß geworden. Und ich wollte weg vom Leistungsgedanken. In der Zeit, in der ich am meisten Geld auf dem Konto hatte, war ich paradoxerweise am unglücklichsten.

Sie haben sich nach der Kündigung ein Pferd gekauft. Warum musste es gerade ein Pferd sein? Hätte ein Yoga-Kurs oder eine Ayurveda-Kur nicht auch die gewünschte Entspannung gebracht?

Vielleicht schon, aber wahrscheinlich wäre es nicht nachhaltig gewesen. Ich bin als Kind geritten und schon immer haben mich diese Tiere fasziniert. Und auch wenn es ein wenig komisch klingt, aber ich wusste ganz tief im Innern, dass ein Pferd mich heilen kann. Es würde mich tragen, auch im übertragenen Sinn.

Sie sind zwei Jahre am langen Zügel durch die Brandenburger Wälder geritten. Auch wieder ziemlich extrem, oder?

Stimmt (lacht). Ich brauchte einfach die Zeit, um wieder zu mir selbst zu finden. In diese Zeit habe ich nur halbtags und als selbstständige Anwältin gearbeitet. Und jeden Nachmittag war ich im Stall.

Mit einem Pferd haben Sie sich ja eine äußerst zeitintensive Beschäftigung ausgesucht. Wurde Ihnen diese Belastung nicht auch irgendwann zu groß? Sie hätten ja auch nur einmal die Woche reiten gehen können.

Nein, überhaupt nicht. Wenn ich mit meinem Pferd zusammen bin, entspanne ich. Und ich liebe es einfach, mit dem Pferd in der Natur zu sein. Ich bin sogar glücklich, wenn ich Pferdeäpfel aufsammele! Außerdem glaube ich, dass man sich um sich selbst kümmert, wenn man sich um ein Pferd kümmert. Die Zeit, die ich in mein Pferd investiere, ist Zeit für mich. Das Pferd war letztendlich meine Rettung.

Heute haben Sie ihren Job als Anwältin ganz an den Nagel gehängt und arbeiten nach einer Ausbildung zur Heilpraktikerin als Reittherapeutin. Warum diese komplette Abkehr vom Leistungssport und dem ursprünglichen Beruf?

Ich wollte das miteinander verbinden, was ich am besten kann: mit Pferden arbeiten und Menschen beraten. Meine eigene Geschichte hilft mir dabei, Menschen neue Wege aufzuzeigen und Perspektiven zu geben. Und zu zeigen, wie man im Hier und Jetzt lebt – und nicht daran zu denken, was man noch alles schaffen muss. Viele Menschen streben nur noch nach Erfolg und setzen sich ein Ziel nach dem anderen. Das kann nicht funktionieren.

Sie sind als Therapeutin fast immer ausgebucht und haben sogar eine Warteliste. Tappen Sie nicht schon wieder in die Falle, zu viel zu arbeiten?

Nein, denn ich bin viel achtsamer geworden. Um 17 Uhr ist jeden Tag pünktlich Schluss.

CAVALLO Magazin (Motor Presse Stuttgart)

HALLO HAUPTSTADT vom 05. Januar 2021 hauptstadt.tv

ab 12:57 min.

hauptstadt.tv

https://hauptstadt.tv/sendungen/hallo-hauptstadt/hallo-hauptstadt-vom-05-januar-2021/

Reittherapie auf Gut Seeburg: Die „Pferdefrau“ ist da!

"Christiane Schwagrzinna (48) ist „Die Pferdefrau“. Anfang Juni ist sie mit ihren Tieren von Berlin-Gatow auf das Gut Seeburg auf dem Champagnerberg umgezogen: „Hier finden meine vier Pferde tolle Bedingungen vor – weitläufige, naturbelassene Weiden, moderne Boxen und die allerbeste Heuqualität. Auf Gut Seeburg biete ich nun meine Dienste an. Ich bin als Reittherapeutin tätig.“ (ANZEIGE)"

Landkreismagazin „Unser Havelland“ (ehemals Falkensee aktuell), 11.08.2020

Reittherapie auf Gut Seeburg: Die „Pferdefrau“ ist da!

Reittherapie auf Gut Seeburg: Die „Pferdefrau“ ist da!

Erfahren Sie in diesem Artikel "Mit Pferd statt Psychotherapeut" von Deutschlandfunk Kultur mehr über meine Arbeit.

"Christiane Schwagrzina nennt sich selbst „die Pferdefrau“. Sie hat persönliche Krisen mithilfe von Pferden überstanden und gibt ihr Wissen mittlerweile als Therapeutin weiter. Die Klienten lernen etwa, was sie alleine durch entschlossenes Auftreten erreichen können."

Deutschlandradio, deutschlandfunkkultur.de, Beitrag vom 16.10.2016

Christiane Schwagrzina mit ihrem Ausbilder Monty Roberts in Californien

Christiane Schwagrzina mit ihrem Ausbilder Monty Roberts in Californien